Kampf der Titanen: zwei elektrische Zahnbürsten im Vergleich

Es gibt tausende von Zahnbürsten: doch bloss zwei, die zurzeit wirklich polarisieren und auch nicht ganz günstig sind. Die Rede ist von der Philips Sonicare Schallzahnbürste…

und der Foreo Issa Sonic Pulse Zahnbürste…

Beide Zahnbürsten sind extrem hochwertig gearbeitet – aber: sie haben unterschiedliche Qualitäten. Let the show begin…

 Philips  Foreo
Lieferung  Dieses Paket hat mich echt geflasht: da wird ja sogar ein Zahnglas mitgeliefert und ein kleines Reiseset, um die Zahnbürste auf Reisen praktisch einzupacken und direkt so laden zu  können! Nicht bloss eine einfache Zahnbürste und ein Kabel, nein. Das ist ein richtiges Rundumwohlfühl Paket. Denn auch das Zahnglas ist nicht einfach ein Zahnglas: es kann eingesteckt werden und sobald die Zahnbürste reingestellt wird, lädt es den Akku auf! Einfach unglaublich, so etwas habe ich noch nie gesehen. Die Zahnbürste an sich ist jedoch relativ hoch, im Vergleich daneben wirkt die Foreo wie ein Zwerg. Der Bürstenkopf der Philips Zahnbürste ist jedoch bloss halb so gross wie der Kopf der Foreobürste.  Das Foreopaket ist vergleichbar mit einem Apple-iPhone-Paket: es sieht so toll aus, man möchte es sich am liebsten bloss ins Regal stellen und ein bisschen angucken. Nein wirklich – die edle weisse Verpackung, echt genial. Und der Ersatzbürstenkopf hat sogar extra eine eigene Plexiglasverpackung. Der Nachteil: es ist auch niiiicht ganz einfach, die schöne Verpackung zu öffnen. Der Inhalt ist dann aber relativ basic und das Design der Foreo Issa Zahnbürste ist minimalistisch elegant wie man das von Foreo gewohnt ist. Ich habe sie übrigens in schwarz. Die Haptik der Bürste ist extrem toll –  das Silikon ist aalglatt und dadurch wirkt die Bürste extrem stylisch und fühlt sich so – ja ich würde fast sagen, steril an. Mitgeliefert wurde bei mir auch noch ein zweiter Bürstenkopf: „Hydro“ steht auf dessen Verpackung. Diesen soll gegen stärkeren Zahnbelag mit zentrierten PBT Polymerborsten verstärkt sein. Außen bleibt somit die sanfte Zahnfleischmassage, während innen die Zähne intensiv gereinigt werden. – Der Bürstenkopf hält im Gegensatz zum rein aus Silikon bestehenden „nur“ 6 Monate. Der aus Silikon 1 Jahr.
Bedienung Ein durch und durch edles Gerät: elegantes Design, tolle Farbe, 62’000 Bürstenkopfbewegungen pro Minute, ein speziell geformter Bürstenkopf und fünf Spezialprogramme. Eine Zahnbürste ist immer noch eine Zahnbürste – auch wenn sie mit Hightech Schallbewegungen ausgerüstet ist (ja, der Bürstenkopf vibriert nur, er dreht sich nicht). Die Bedienung ist dementsprechend nicht schwierig. Um jedoch die verschiedenen Reinigungsprogramme zu brauchen, brauchte zumindest ich schon einen kurzen Blick ins Handbuch. Und dann die Ladestation. Die Ladestation ist, wie bereits vorher schon erwähnt, ein Glas. Man stellt die Bürste einfach in das mitgelieferte Glas (das am Strom hängt) und die Zahnbürste lädt sich wie durch Zauberhand auf! Kinderleicht und auch für die faulen Gemüter unter uns einfach genial – und dazu noch stylisch!

Auch etwas Tolles ist die EasyStart-Funktion, welche Schallzahnbürsten-Anfänger Schritt für Schritt an die neuen, etwas stärkeren Vibrationen heranführt. Über 14 Stufen wird die Schallintensität automatisch gesteigert. Die fünf Spezial-Reinigungsstufen machen die Zähne weisser , putzen sie einfach („Clean“), pflegen sensible Zähne („Sensitive“), massieren das Zahnfleisch („Gum Care“) oder polieren die Zähne („Polish“).

 Die Foreo Issa Zahnbürste ist noch fast einfacher zu bedienen. Ein Knopf: anschalten, ausschalten, fertig. Natürlich kann man aber auch noch die Intensität der Vibration einstellen. Der etwas grössere Bürstenkopf als bei der Philips Zahnbürste vibriert dann je nach dem etwas heftiger oder kaum mehr spürbar. Alles in allem: die Bedienung ist kinderleicht und im Gegensatz zu der Philips Zahnbürste auch für Leute geeignet, die nicht zuerst einen Blick ins Handbuch werfen möchten. Ich vergleiche die beiden Zahnbürsten gerne ein wenig mit Android und Apple. Die Foreo sieht toll aus, macht einen wirklich guten Job aber ist sehr einfach in der Bedienung – wie Apple. Die Philips Zahnbürste hat mehr Funktionen,  braucht etwas mehr KnowHow und setzt mehr auf Funktion, als die Foreo – wie Android eben. Die Foreo ist wirklich sehr benutzerfreundlich: Alle 30 Sekunden stoppen die Pulsationen, um zum nächsten Viertel der Zähne (obere/untere linke/rechte Hälfte) zu wechseln. Am Ende stockt die Pulsation 3x kurz, um das Ende zu markieren. Nach 3 Minuten schaltet sie sich automatisch ab. Dies finde ich eine sehr praktische Einrichtung, damit man seinen Zähnen nicht mit zu langem Rubbeln schadet.
 Effektivität Nach gut zwei Wochen „White“-Modus werde ich vermutlich in den nächsten Tagen mal auf „Sensitive“-Mode umschalten, denn meine Zähne sind etwas empfindlich geworden durch das starke Putzprogramm, welches sie sich nicht gewöhnt waren von meiner Handzahnbürste. Der White-Modus hat echt Power! Alles in allem finde ich, dass die Philips Zahnbürste einen echt guten Job macht. Ich finde, meine Zähne sind weisser geworden. Sie fühlen sich nach jedem Putzen sauber und aalglatt an. Die Vibrationen sind heftig und lassen meinen ganzen Körper mitsurren – ich mag das wirklich 🙂 Es hat irgendwie eine entspannende Wirkung. Die Foreo Issa ist eine einzigartige Zahnbürste. Komplett aus Silikon. So was hatte ich noch nie in meinem Mund – dementsprechend musste ich mich zuerst einmal daran gewöhnen. Die Bürste ist für eine elektrische Zahnbürste ungewöhnlich gross. Auch daran musste ich mich zuerst gewöhnen. Dies ging aber unglaublich schnell: denn einmal daran gewöhnt, geniesst man dieses Gefühlt von glatten und nicht kratzenden Bürsten. Mein Zahnfleisch dankt mir für die weiche Bürste. Auch nach dem Reinigen mit der Foreo Issa fühlen sich meine Zähne glatt an und sind sauber. Keine der beiden Bürsten versagt also hier!
 Nachhaltigkeit  Die Philips Zahnbürste arbeitet mit herkömmlichen Borstenköpfen. Diese sind schon nach wenigen Monaten ausgeleiert, was ja auch normal ist. Zumindest bei mir. Nachschub kann man sich aber günstig besorgen. Die Foreo Issa arbeitet mit Silikonbürstenköpfen. Die Köpfe müssen bloss jährlich ausgetauscht werden. Wer ganz sicher gehen will, kann entweder von FOREO selbst ein Reinigungsspray für Silikon verwenden oder ein ähnliches Produkt für andere Geräte benutzen. Aber regelmäßiges Ausspülen mit Wasser reicht aus. Alles in allem also sehr nachhaltig! Übrigens sind auch die Bürstenköpfe mit 20 Franken erschwinglich.
 Hygiene  Zahnwissen.de sagt: „Eigentlich ist es schon verwunderlich, dass man eine Zahnbürste – ohne besondere Hygiene-Maßnahmen – tagtäglich benutzt und davon nicht krank wird:
Rund 5 Billionen Bakterien aus 300 Arten sind natürlicherweise im „Biotop Mundhöhle“ anzutreffen; zusätzlich genießen diese eine optimale Feuchtigkeit und Temperatur und dazu noch Nahrung in Hülle und Fülle. Ein Großteil dieser Bakterien landet zwangsläufig auf der Zahnbürste – doch passieren tut damit wenig, weil sie schnell absterben, wenn die Bürste trocken aufbewahrt wird.“ Daraus lernen wir: auch die normalen Borsten sind durchaus hygienisch – sofern der Bürstenkopf ab und an ausgewechselt wird.
Kann das hygenisch sein, 1 Jahr den Zahnbürstenkopf nicht zu wechseln? – Das nicht-porösem Silikon lässt die Ansammlung von Bakterien im Bürstekopf nicht zu und trocknet in Windeseile. Es finden sich laut Foreo sogar bis zu 10.000 weniger Bakterien als bei normalen Zahnbürsten! Wer diese Oberfläche von anderen Geräten kennt, wird dies wahrscheinlich unterschreiben können. Natürlich ist es wichtig, das Silikon über falsche Reinigungsmittel (Alkohol, Benzin, Aceton) nicht anzugreifen.
 Akku 3 Wochen – eine deutliche Niederlage in dieser Kategorie. 365 Anwendungen – ein klarer Sieg für die Foreo Issa in dieser Kategorie! Unglaublich oder? Aber wahr! (Auch meine Foreo Luna Gesichtsbürste ist so unglaublich langlebig… wie machen die das bloss???)
 Preis  299.– 219.–

Mein Fazit:

Beide Bürsten sind toll und machen ihren Job. Die Frage ist: was braucht man, was will man? Mag man eine grosse Bürste aus Silikon oder möchte man eine kleinere Bürste aus normalen „Bürstenfasern“? Möchte man etwas mehr selbst daran herum hantieren oder will man einfach anschalten können und loslegen? Der Preis ist sicher auch ein ausschlaggebendes Kriterium: die Philips Zahnbürste ist ein teures Spielzeug, aber ich habe mich unglaublich in die schicke Glasladestation vernarrt.. aber die Foreo sieht mit ihrem futuristischen Design im Badezimmer auch einfach toll aus. Nun ja: gut, dass ich beide Bürsten habe. Zurzeit wechsle ich fast täglich ab. Spart auch Akku 😉 Appropos: der Akku ist natürlich ein grosses Plus, welches für die Foreo spricht. Stellt euch vor: ihr könnt ein halbes Jahr ins Ausland gehen und braucht kein Akkuladegerät, sofern ihr bloss 2 Mal am Tag Zähne putzt. Aber da die Ladestation der Philips Zahnbürste so schick ist – und auch für Reisen geeignet (mit dem passenden Etui), ist auch sie ein Star in jedem Necessaire. Ich bin gespannt, welche Zahnbürsten ihr benützt und was Eure Erfahrungen sind.

 

xoxo JELUKA Beauties

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